Schon seit vielen Jahren kooperiert die Eichendorff-Grundschule erfolgreich und verlässlich mit dem Jugendclubring e.V. mit Sitz im Haus der Jugend Charlottenburg („Zille-Haus“).

Die Workshopreihe „Medien gegen Vorurteile“, die im Rahmen einer Projektwoche stattfindet, erfährt dabei jedes Jahr ganz besonders positive Resonanz. Die Schüler*innen werden in unterschiedlichen Workshops von erfahrenen und kreativen Kulturpädagog*innen angeleitet und unterstützt und „lernen dabei, sich mit ihren eigenen Gefühlen, aber auch unterschwelligen Vorurteilen oder schlicht ihrer Unkenntnis auseinanderzusetzen, um nachhaltiges Verständnis für ihre Umwelt und für ihre eigenen, altersgemäß nicht immer einfachen Befindlichkeiten zu entwickeln. „Medien gegen Vorurteile“ ermöglicht es den Teilnehmer*innen, Erlebnisse zu verarbeiten, die den Alltag einschneidend verändern“, heißt es auf der Homepage des „Zille-Hauses“.

Vom 25. bis 29. Oktober 2021 wurde die diesjährige Projektwoche klassenübergreifend für die Kinder der 5a, 5b und 5c im Rahmen von mehreren Film-, Theater-, Graffiti- und Musikworkshops durchgeführt und die bemerkenswerten Ergebnisse am Freitag, den 29. Oktober 2021, allen präsentiert. Das Thema „Corona“, das die ganze Welt noch immer in Atem hält, prägt natürlich auch die Kinder außerordentlich und macht die Arbeiten unserer fünften Klassen zu einem eindrücklichen Zeitdokument.

„Die Menschheit ist erkrankt – doch wir halten zusammen!“

Gänsehaut durchfährt bei diesen Zeilen des Schüler-Raps die Zuschauer*innen im „Zille-Haus“ und es folgt tosender Applaus nach der Zugabe durch die Musikgruppe am Ende dieser tollen Vorstellung, die noch einmal eindrucksvoll die Arbeit aller Projekt-Beteiligten vorgestellt hat.

Die Protagonist*innen kämpfen in allen Beiträgen auf ihre ganz individuelle Weise mit dem Virus und anderen Widrigkeiten ihres Alltags. Immer tragen sie am Ende den Sieg davon – durch Zusammenhalt und mit viel Humor. Ob in dem Film der Gruppe von Min, in dem das Corona-Virus die Menschen in Zombies verwandelt, oder dem Film der Gregorios-Gruppe, der die Kinder in eines ihrer Computerspiele zieht. Auch die beiden Theaterstücke, von Jana und von Steffi geleitet, behandeln zum Einen die Herausforderungen, die die Medien zum Beispiel in Form immer neuer Apps an die Kinder stellen, zum Anderen die Absurdität, die sich durch Corona in unser Leben geschlichen hat, wenn zum Beispiel die Lehrerin – die Nase voll von den Corona-Maßnahmen – die Kinder ihren Masken überlässt, um nach Hollywood auszuwandern.

Um das Thema Cybermobbing geht es im Film der Gruppe von Svenja, während die Gruppe von Itek ihre eigenen Graffiti-Namen auf Leinwänden kreierten.

Wie man an den Fotos erkennen kann, waren die Kinder mit Elan und Kreativität am Werk und reflektierten auf ganz unterschiedliche Weise, wie gemeinsam erfolgreich gegen Vorurteile, Ausgrenzung und sogar weltweite Gefahren gekämpft werden kann.